06.11.10 17:18 Alter: 2 yrs
A380 musste notlanden
Kategorie: News
Das grösste Passagierflugzeug der Welt, der Airbus A-380 musste zum ersten Mal in seiner noch jungen Existenz notlanden. Ein Triebwerkschaden zwang die Piloten zum Einleiten eines Notlandeverfahrens. Gottlob kam beim Zwischenfall kein Passagier zu schaden.
Am Donnerstag musste ein Flug mit 466 Menschen an Bord in Singapur notlanden. Während des Fluges haben sich Triebwerkteile gelöst und unter anderem den Flügel des A380 verletzt. Dies ist vor allem deshalb nicht ganz ungefährlich, da sich hier drin auch Treibstoff befindet und es zu einem Brand hätte kommen können. Gottlob brach kein Feuer aus. Der Pilot konnte die Maschine ohne Probleme landen. Nach der Notlandung blieben erst einmal alle A380 an Boden. Auch der Flughafen Zürich war betroffen. Ein A380 der Singapore Airlines konnte erst mit einer mehrstündigen Verspätung starten. Mittlerweile gerät der Triebwerkhersteller Rolls Royce immer mehr unter Druck. Im neuen Superflieger A380 werden unterschiedliche Triebwerke eingesetzt. Die Airlines können wählen ob sie auf Rolls-Royce oder Engine Alliance setzen wollen. Airbus bietet für den A380 Triebwerke von beiden Herstellern an. Die Fluggesellschaft Qantas hatte sich für Triebwerke von Rolls Royce entschieden. Auf diesen Hersteller setzten ebenfalls die deutsche Lufthansa sowie Singapore Airlines. Andere Triebwerke befinden sich in den Flugzeugen von Emirates und Air France. Qantas glaubt nicht, dass es ein Problem der Wartung war, die Airline teilt mit man vermutet einen Matrialfehler oder eine fehlerhafte Konstruktion. Sicherheitshalber wurden erst einmal alle Flugzeuge des Typs Airbus A-380 am Boden behalten. Zurzeit arbeiten Ingenieure von Qantas, Airbus und Rolls-Royce rund um die Uhr daran das Problem zu klären und die Ursache des Unglücks zu ermitteln. Nicht nur für den Ruf der australischen Airline Qantas dürfte der Zwischenfall nicht gerade positiv sein, nein auch die Aktie des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS stürzte ab. Sie gehörte am Donnerstag zu den grössten Verlierern im MDAX. Die weitere Entwicklung der Aktie dürfte auch davon abhängen was die weiteren Untersuchungsergebnisse ergeben. Der Airbus A380 gehört seit dem Erstflug vor etwa drei Jahren zu den Aushängeschildern des Flugzeugbauers Airbus, umso tragischer ist die Tatsache, dass nun ausgerechnet dieser Flugzeugtyp von den Problemen betroffen ist.
Pechsträhne bei Qantas setzt sich fort
Heute musste eine weitere Maschine der australischen Airline Qantas zum Abflughafen zurückkehren. Auch hier soll ein Treibwerkproblem eine Rolle gespielt haben. Beim Flugzeug handelte es sich um eine Maschine des Typs Boeing 747. Eine Sprecherin der Airline soll den erneuten Zwischenfall bestätigt haben, hat aber gleichzeitig darauf hingewiesen, dass die Maschine ohne Probleme sicher landen konnte. Die betroffene Maschine war in Singapur gestartet und befand sich auf dem Weg nach Sydney. Kurz nach dem Start musste das Flugzeug allerdings aufgrund eines Triebwerkproblems umkehren und an den Startflughafen nach Singapur zurückkehren.