06.12.10 16:03 Alter: 1 year
Chaos an den Flughäfen in Spanien
Kategorie: News
Ein wilder Streik der spanischen Fluglotsen hat am Freitag zu einem Chaos geführt. Tausende von Flügen mussten abgesagt werden. Insgesamt sassen viele tausend Passagiere an den spanischen Flughäfen fest. Irgendwie erinnerten die Szenen an die Aschewolke aus Island, welche in diesem Jahr ebenfalls dazu geführt hatte, dass viele Flugzeuge nicht mehr starten konnten.
Chaos an den Flughäfen von Spanien. In Barcelona, Madrid usw. sassen insgesamt ungefähr 200?000 Reisende fest und konnten ihre Flüge nicht antreten. Auch auf den Kanarischen Inseln sassen mehrere Tausend Passagiere fest. Der Luftverkehr in Spanien brach so gut wie zusammen. Der Radiosender RNE berichtete, dass noch einige wenige Flugzeuge landen konnten, nachdem die Protestaktion gestartet war. Viele Flugzeuge, welche auf dem Weg nach Spanien waren mussten umkehren, da sie nicht mehr in Spanien landen konnten. Auch die Schweizer Airline Swiss war vom Streik betroffen. Laut einem Mediensprecher der Fluggesellschaft erklärt Laut Medienberichten beteiligten sich sehr viele Fluglotsen am wilden Streik. Insgesamt beteiligten sich gut 70 Prozent der Lotsen am Streik. Die Regierung zeigte sich wenig erfreut und hatte für den wilden Streik wenig Verständnis. Vorangegangen waren dem Streik eine längere Diskussion um Arbeitsstunden und Vergütung. Die Fluglotsen wollten sich nicht mit schlechteren Arbeitsbedingungen zufrieden geben. Bei der spanischen Bevölkerung stossen die Forderungen allerdings mehrheitlich auf Unverständnis. Insbesondere, da man die Fluglotsen bereits jetzt schon für sehr privilegiert hält. Schliesslich verdienen sie ein Grundgehalt von etwa 200?000 Euro, ziemlich viel Geld für spanische Verhältnisse. Damit zählen sie auch in Europa zu den besser bezahlen Mitarbeiter in dieser Branche. Auch die festsitzenden Fluggäste zeigten wenig Verständnis für die Streikenden.
Chaos im Flugverkehr hat sich etwas normalisiert
Nachdem gestern an den Flughäfen in Spanien ein grosses Chaos geherrscht hat, hat sich die Lage mittlerweile etwas beruhigt. Dies nachdem die spanische Regierung den Notstand ausgerufen hat. Am Samstagnachmittag konnte endlich wieder das erste Flugzeug starten. Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, bis sich die Lage normalisiert hat. Erstmals in der Geschichte verhängte die Regierung aufgrund des Lotsenstreiks den Alarmzustand. Dies führte dazu, dass die meisten streikenden Lotsen an den Arbeitsplatz zurückkehrten. Wer nun immer noch die Arbeit verweigerte stand unter Militärgerichtsbarkeit und musste damit mit deutlich schärferen Sanktionen rechnen. Mittlerweile hat sich die Lage relativ beruhigt. Bis am Sonntagnachmittag hat sich die Lage ziemlich beruhigt. Laut einer Meldung von Reuters überlegt sich die spanische Regierung den vorerst für zwei Wochen verhängten Alarmzustand eventuell zu verlängern. Ministerpräsident Zapatero kündigte an, dass man im Gespräch sei, den Ausnahmezustand eventuell um zwei Monate zu verlängern um den reibungslosen Ablauf der Reisewelle zu Weihnachten und Neujahr garantieren zu können. Gerade die Kanarischen Inseln sind bei Urlaubern aus ganz Europa sehr beliebt für einen Kurzurlaub über die Festtage. Auch fliegen vermehrt Spanier heim zu ihren Familien.