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18.11.09 22:46 Alter: 2 yrs
Wird die Lufthansa zur Billigairline
Kategorie: News
Die Deutsche Lufthansa hat ein schwieriges Quartal hinter sich. Zwar steht die Lufthansa immer noch deutlich besser da als andere Airlines. Doch auch die grösste Deutsche Fluggesellschaft hat die Finanzkrise ganz deutlich gespührt. Dies hat das Management auch festgestellt und möchte nun die Strategie leicht anpassen. Wird die Lufthansa nun zum Billigflieger?
Der Finanzchef der Lufthansa wählte deutliche Worte. Die Wirtschaftskrise habe die Lufthansa bitter getroffen. Die ersten drei Quartale dieses Jahren hätten deutliche Spuren im sonst so verwöhnten Lufthansaumfeld gelassen. In der Bilanz seien deutliche Spuren zu finden. Gemäss "Spiegel.de" war die Rede von dramatischem Verfall der Durchschnittserlöse. Finanzchef Gemkow wolle nichts schönreden. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Gesunkene Passagierzahlen, rückläufige Frachtmengen. Ausserdem sprach er die negative Preisentwicklung an, die alleine schon zu einem Umsatzrückgang von 2.3 Milliarden Euro geführt habe.Das Umfeld im Flugverkehr ist zur Zeit schwierig. Viel Airlines stecken in der Krise. Die Lufthansa ist eine der Fluggesellschaften die sich in den momentanen wirtschaftlich schwierigen Zeiten erstaunlich gut gehalten hat. Trotzdem wird sich auch bei ihr einiges verändern, nicht zuletzt auf Grund der zuletzt angekündigten Attacke von Air Berlin. Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa möchte auf den Angriff von Air Berlin reagieren. Die Lufthansa möchte die Ticketpreise weiter senken und somit den Billigfliegern weiter zusetzen. Möglich machen sollen diese Preisoffensive radikale Einsparungen. Dabei wird auch der Serviceberreich nicht unangetastet gelassen. Die Flugkunden der Lufthansa müssen sich also auf weniger Komfort gefasst machen. Lange Zeit hat die Lufthansa die Billigairlines belächelt. Nun setzt sie auf eine ähnliche Strategie und möchte ebenfalls billige Flüge anbieten. Die Lufthansa möchte in ihre Flugzeuge in Zukunft mehr Sitzreihen einsparen. Damit soll es der Airline möglich werden die Ticketpreise weiter tief zu halten. Gerade die Wirtschaftskrise hat die Nachfrage nach billigen Flügen ansteigen lassen. So sind es gerade die Billigairlines wie Ryanair oder Air Berlin, welche die Krise relativ gut überstanden haben. Bei der Swiss soll sich nichts ändern. Zur Zeit sieht man beim erfolgreichen Tochterunternehmen keinen Handlungsbedarf. In einem Interview mit der deutschen Zeitung *Welt online? erklärte Christoph Franz, die Passagiere müssen in Zukunft Einstriche beim Komfort machen. Die Abstände zwischen den Sitzreihen werde verringert, so können mehr Passagiere in einem Flugzeug untergebracht werden und so die einzelnen Ticketpreise auf einem tiefen Niveau gehalten werden. Laut dem Zeitungsartikel hat die Lufthansa auch die Bordverpflegung überprüft. In den letzten Jahren haben verschiedene andere Airlines massiv Kosten gespart und Getränke und Snacks nur noch gegen Gebühr angeboten. Die Lufthansa möchte nicht soweit gehen und die Getränke sowie die Verpflegungen immer noch im Preis integrieren. Die Begründung klingt einleuchtend. Vorstandsmitglied Franz erklärte es sei nicht möglich bei einer Premium-Airline Gebühren an Bord für Verpflegung zu erheben.
